Vita

Günter Frey

Geboren 1952 in Marburg. Zeichnen und Malen begleiten mich seit frühester Kindheit. Auf einem Bildträger eine dreidimensionale Illusion zu schaffen fasziniert mich bis heute. Flächiges Arbeiten wie in der abstrakten Malerei finde ich öde. Neue Malmaterialien und Maltechniken auszuprobieren, erzeugen bei mir verzauberte Momente und Stunden, die ich nur aus der Kindheit kenne. Hauptsächlich arbeite ich mit Ölfarben, die ich lasierend aber auch pastos einsetze. Pastellkreide verwende ich vor allen Dingen im Sommer um Landschaften vor der Natur zu malen. In der Airbrushmalerei bin ich beeindruckt und beeinflusst von H.R. Giger. Des weiteren liebe ich das Schnitzen mit Lindenholz und das Gestalten mit Ton.

Foto links oben: Wanderstock, Zwischenstück (Eigenanfertigung) und Taschenschirm als mobiler Sonnenschirm. Er ermöglicht mir auch an schattenlosen Plätzen einige Stunden zu sitzen und zu malen und ist in Einzelteile zerlegt leicht zu transportieren und doch schnell aufgebaut.

Malen vor der Natur

Malen vor der Natur

Hier 1980 in der Nähe von Meran. Das Malen in freier Natur mit Ölfarben bringt einige Schwierigkeiten mit sich. Erstens der Transport von Ölfarben, Pinseln, Leinwand, Mallappen, Reinigungsmittel und Staffelei an die gewünschte Stelle. Zweitens können schlechte Wetterverhältnisse das Vorhaben zunichte machen. Ich erinnere mich an einen schönen Sommertag in Österreich. Meine Frau und ich waren gerade in der Pension angekommen und ich wollte noch ein Landschaftsbild malen. Nach einem kurzen Aufstieg war ein Motiv gefunden. Nachdem ich den Himmel gemalt hatte, bewölkte es sich und Wind kam auf. Auf Reisen malte ich zumeist auf Holzplatten, weil Leinwände durch das Urlaubsgepäck im Kofferraum verbeult werden können. Das Holzbrett löste sich durch den starken Wind von der Staffelei und schlug in einem Moment, da ich nach unten auf die Palette schaute, mit all der blauen Farbe des Himmels, auf meinem Kopf auf. Dicke Ölfarbe klebte in meinen Haaren. Nach 10 Minuten war der Schaden am Bild behoben. Ich wollte unbedingt trotz der widrigen Umstände das Bild beenden. Bei einer zweiten starken Windböe löste sich das Holzbrett erneut und traf mit der scharfen oberen Kante meine Nase. Mit einem Pflaster auf der Nase und blauen Haaren kehrte ich in die Pension zurück und verfluchte die Malerei.

Video: Auf einer Bank in der schönen Landschaft bei Hartenrod